09-2008

Veranstaltungs-Tour bis 15.09.08

El camino se hace al andar - The road is made by walking
Die Organisierung illegaler LagerarbeiterInnen in Brooklyn / New York. Eine Veranstaltungs-Tour mit Stephanie Basile (IWW New York) vom 2.-15 September 2008

Die IWW im deutschsprachigen Raum organisiert, in Kooperation mit lokalen gewerkschaftlichen Gruppen und Initiativen, eine Reihe von Veranstaltungen in 9 Städten, um über den Kampf von New Yorker LagerarbeiterInnen zu informieren, Solidarität zu ermöglichen und einen Beitrag zur Debatte über selbstorganisierte gewerkschaftliche Strategien im Kampf gegen Ausbeutungsverhältnisse und rassistische Diskriminierung zu leisten. (Termine siehe unten)

Seit 2005 organisieren sich ArbeiterInnen in den New Yorker Hafenstadtteilen Brooklyn und Queens, um gegen ihre extremen Arbeitsbedingungen zu kämpfen. Sie arbeiten über 60 Stunden die Woche, weit unter Mindestlohn, ohne Kranken- und Sozialversicherung. Viele von ihnen sind illegal in den USA, die meisten aus Lateinamerika. Ihnen droht, wenn sie ihre elementaren Rechte einfordern, nicht nur die Kündigung, sondern auch die Abschiebung.

Dennoch haben sich im Laufe der Zeit die Beschäftigten von 10 Lagerhäusern der IWW angeschlossen, einer kleinen militanten internationalen Basisgewerkschaft, die seit 1905 abseits etablierter Gewerkschaftsstrukturen aktiv ist. Die New Yorker IWW arbeitet regelmäßig zusammen mit „Make the Road by Walking“ (Hace el camino caminado), einer Initiative, die Community-Zentren in migrantischen Vierteln betreibt (derzeit in Bushwick, Brooklyn, Woodside and Jackson Heights, Queens and Port Richmond, Staten Island).

Stephanie Basile (24) ist Mitglied der IWW New York City. Sie ist in der Kampagne aktiv und wird erläutern, wie die IWW versucht, in einem Dreikampf aus Protest, Boykott und Gerichts-Prozessen, die Ausbeuter in die Knie zu zwingen. Mehr Infos: www.iww.org

Marburg: Freitag, 5.9. um 20.30 Uhr, Cafe am Grün, veranstaltet von: Arbeitsgemeinschaft für gewerkschaftliche Fragen

Köln: Samstag 6.9. um 20 Uhr, Allerweltshaus, Körnerstr. 77-79, veranstaltet von: IWW Köln

Bochum: Montag 8.9. um 19.30, Bahnhof Langendreer, Wallbaumweg 108 Veranstaltet von: LabourNet Germany und Kulturzentrum Bahnhof Langendreer

Wuppertal: Dienstag 9.9. um 19 Uhr, Alte Feuerwache, Gathe 6 (Elberfeld) Veranstaltet von: Basisinitiative Solidarität (BaSo)

Bremen: Mittwoch 10.9. um 20 Uhr in der Buchtstr.14/15, veranstaltet von: FAU Bremen

Hamburg: Donnerstag 11.9. um 18.30 Uhr im Curiohaus, Rothenbaumchaussee 15, veranstaltet von: Jour Fixe Gewerkschaftslinke

Göttingen: Freitag 12.9. um 19 Uhr im DGB-Haus, Obere Masch 10, veranstaltet von: Göttinger Betriebsexpress

Berlin: Montag 15.9. um 20 Uhr im FAU-Lokal, Straßburger Str. 38, veranstaltet von: FAU Berlin

Veranstaltungstour bis 22.09.08

Migrantische Kämpfe‭ – ‬Arbeitskämpfe‭! -‭ ‬Organizing von Hausarbeiterinnen und Legalisierungskämpfe in den USA
Veranstaltungsreihe mit Xiomara Corpeno‭ von der Menschenrechtsorganisation CHIRLA aus Los Angeles

Während in Deutschland der Kampf gegen Abschiebungen und der Kampf um Arbeitsrechte wenig miteinander zu tun hat,‭ ‬ist dies in den USA Alltag.‭ ‬Xiomara Corpeno wird diese Erfahrung im Rahmen einer Rundreise nach Deutschland bringen.‭ ‬Sie arbeitet bei CHIRLA‭ (‬Los Angeles‭) ‬als Organizerin von prekarisierten ArbeitnehmerInnen,‭ ‬sowohl speziell mit migrantischen Hausarbeiterinnen als auch allgemeiner im gesamten Niedriglohnbereich.‭ ‬Gleichzeitig ist CHIRLA an den großen Legalisierungs-‭ ‬und Anti-Abschiebekämpfen beteiligt.‭ ‬Im Rahmen der Tour wollen wir uns der Frage stellen,‭ ‬ob und wie auch bei uns‭ (‬lokale‭) ‬Gewerkschaftsarbeit,‭ ‬Kämpfe um Arbeitsrechte und Sozialproteste verstärkt mit den Kämpfen von MigrantInnen und antirassistischen Gruppen zusammenkommen und wie entsprechende Kampagnen und Projekte‭ (‬weiter)entwickelt werden könnten.

Was ist die aktuelle Situation migrantischer Bewegungen und Kämpfe in den USA‭? ‬Wie kam es zu dieser unglaublichen Massenmobilisierung vor zwei Jahren und was hat sich davon halten können‭? ‬Wie hat sich migrantische Selbstorganisierung weiterentwickelt‭? ‬Wie steht der Konflikt um die Forderung nach Legalisierung und hat diese Frage nach wie vor gesellschaftliche und mediale Bedeutung‭? ‬Welche Rolle spielen dabei‭ ‬Menschenrechtsorganisationen wie CHIRLA‭? ‬Welchen Stellenwert hat die Zusammenarbeit mit anderen Teilen der sozialen Bewegungen‭? ‬Wie verhalten sich insbesondere die Gewerkschaften zu den Razzien auf den Arbeitsstellen‭? ‬Und in wie weit setzen Teile der migrantischen Bewegungen ihre Hoffnungen auf einen möglichen neuen US-Präsidenten Barack Obama‭?

In den Veranstaltungen in‭ ‬9‭ ‬Städten wollen wir mit Xiomara Corpeno u.a.‭ ‬entlang dieser Fragen diskutieren und dabei nicht zuletzt auf die Unterschiede aber auch Ähnlichkeiten zur Situation in Europa und Deutschland zu sprechen kommen.‭ ‬Denn nicht nur in Methoden wie Zielen der jeweiligen Migrationsregime gibt es offensichtliche Parallelen,‭ ‬sondern auch in den Kämpfen.‭
Mehr Infos: http://organizing.blogsport.de


Tour-Stopps

Diese Liste ist noch unvollständig, Orte werden eingetragen sobald sie uns bekannt sind.

Mittwoch, 10.09.08 Giessen

Donnerstag, 11.09.08 Berlin

Freitag, 12.09.08 Leibzig

Samstag, 13.09.08 Schwerte

Sonntag, 14.09.08 Nürnberg

Montag, 15.09.08 München, 18:00 Uhr, Kantine im Gewerkschaftshaus (Schwanthalerstr. 64, Nähe Hauptbahnhof)

Dienstag, 16.09.08 Hamburg

Sonntag, 21.09.08 Malmö

Montag, 22.09.08 Frankfurt

03.-07.09.08

YURTSUZ DÜNYALILARA SINIRDA UMUT KAMPI
Camp heimatsloser Weltbewohner an der Grenze

Das Urlaubs- und Skipperparadies Ägäis, zwischen griechischen İnseln und türkischer Küste, machte sich als Fluchtweg bereits in den 1980er Jahren einen Namen. Zahlreiche Menschen konnten so den Repressionen des türkischen Militärregimes der 1980er Jahre entkommen. Als EU-Außengrenze zur Abschottung der Festung Europa vor ungewollter Migration, wird das Gebiet für Menschen auf dem Weg nach Europa zum Alptraum. Zwei Hauptrouten bieten sich für Menschen aus dem İrak, Iran, Afghanistan und aus Afrika, vornehmlich Somalia und Sudan, mit dem Ziel Europa an: der Weg über die Festlandgrenze zwischen der Türkei/Griechenland oder Türkei/Bulgarien und die Ägäische Küste.
Die griechische Küstenwache erfüllt ihren Auftrag, die Interessen der EU-Staaten nach kontrollierter Zuwanderung zu schützen. Erwünscht sind junge, ausgebildete, disziplinierte, aber billige Arbeitskräfte. Mit allen Mitteln und Methoden wird versucht jede Landung auf griechischem Territorium zu verhindern: Vom Entern von Booten mit ‚falscher Beladung’ und Zurückschleppen auf die türkische Seite der Seegrenze über das Aussetzen von Menschen auf unbewohnten – und unbewohnbaren, wasserlosen – Inseln, vom Seeuntauglich-machen von Booten auf offener See, um jede Rückkehr zu verhindern, bis zu körperlichen Übergriffen … Sogar Schusswaffen werden eingesetzt.
Das Fehlen legaler Einreisemöglichkeiten in die Festung Europa für Asylsuchende schafft erst den Bedarf an ‚illegalen’ Transportmöglichkeiten’, ein florierendes Geschäft an den Außengrenzen. Die geschlossenen Grenzen bereiten den Boden für einen ‚illegalen‘ Transport-Markt und kriminalisieren ihn und die dazugehörigen Personen zugleich. Mit drakonischen Strafen für Fluchthilfe – der Jargon des Grenzregimes nennt es Menschenhandel – treiben die Gesetze der EU-Staaten die Transportpreise in die Höhe. Das Einreiseverbot macht den Markt also attraktiv und verunmöglicht zugleich die Gewähr einer sicheren Landung am gewünschten Ziel.

Migration aus verarmten, geplünderten, durch Kriege oder von Textil- und Elektronikproduktion und -entsorgung unbewohnbar gemachten Gebieten ist eine Form sich der aufgezwungenen Weltordnung zu widersetzen. Mit unserem Protest wollen wir die Interessen derer unterstützen, die sich zu diesem schwierigen und gefährlichen Weg entscheiden.
dikilinobordercamp.blogspot.com

Ort: Türkei, Dikili, İzmir

05.09. - 07.09.08

Antifa-Workcamp 2008 - Blumen für Stukenbrock

Ort: Schloß Holte-Stukenbrock, Neben dem Sowjetischen Soldatenfriedhof, Lippstädter Weg

Mehr Infos: antifa-workcamp.de.vu

06./07.09.08

Wochenendseminar: Utopie oder Selbstbegrenzung? Zivilgesellschaft, Demokratie und soziale Kämpfe

Ob wir es wollen oder nicht, viele linke Aktivitäten und Projekte fallen auch unter den Begriff der Zivilgesellschaft, an die von PolitikerInnen jedweder Coleur immer wieder appelliert wird und deren Beteiligung v.a. auf lokaler Ebene zunehmend zum politischen Alltag gehört. Gleichzeitig machen die Abhängigkeit von staatlicher Förderung und die zunehmende Repression sowie die Verinnerlichung von Machtstrukturen den Raum für eine radikaldemokratische Politik immer enger.

Im Seminar wollen wir diese Widersprüche thematisieren, da sie bereits dem Begriff der Zivilgesellschaft innewohnen. Denn dieser meint sowohl den Kampf für eine soziale Utopie als auch das systemkonforme Agieren als (ungleicher) Verhandlungspartner oder konsensfähiges Feigenblatt.
Ausgehend vom Begriff sowie anhand praktischer Beispiele aus der AntiRassismus-Arbeit und den Kämpfen für städtische Freiräume erhoffen wir uns so, über Möglichkeiten, Potentiale und Formen der Intervention, aber auch über Probleme und Selbsteinschränkungen linker Politik nachdenken zu können.

Weitere Infos unter: www.reflect-online.org

Ort: Hamburg, Werkstatt 3

Dienstag, 09.09.08, 19:00

Ohne Chance? - Flüchtlinge an den Grenzen Europas am Beispiel Griechenlands

Es sprechen:

- Marianna Tzeferakou, Rechtsanwältin, Athen
- Karl Kopp, Europareferent von Pro Asyl, Frankfurt am Main

Die Stiftung Pro Asyl verleiht ihren diesjährigen Menschenrechtspreis, die Pro Asyl-Hand 2008, an Frau Marianna Tzeferakou von der griechischen "Rechtsanwaltsvereinigung für die Rechte von Flüchtlingen und Migranten". Sie hatte als Mitglied der Menschenrechtsorganisation im letzten Jahr gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern von Pro Asyl eine Recherche über die Situation an der EU-Außengrenze in der Ägäis durchgeführt.

Die Ergebnisse der Recherche sind schockierend und wurden im Oktober 2007 in einer Presseerklärung und später in einer Broschüre veröffentlicht.

Darin wird berichtet von systematischen Misshandlungen neu ankommender Flüchtlinge durch die griechische Küstenwache, völkerrechtswidriger Inhaftierung aller Flüchtlinge bei ihrer Ankunft und unhaltbaren Lebensbedingungen in den Hafthäusern.

Bei den Berichten über die Menschenrechtsverletzungen griechischer Behörden, darf aber auch die Verantwortung der europäischen "Kernländer" wie Deutschland, die die brutale Flüchtlingsabwehr den EU-Grenzländern überlassen, nicht unerwähnt bleiben.

Im September 2008 ist die Rechtsanwältin Frau Marianna Tzeferakou aus Athen zu Gast in Deutschland. Bei der Veranstaltung in Bielefeld wird sie gemeinsam mit Karl Kopp von Pro Asyl über ihre Recherchen und ihre Forderungen berichten.

Veranstalterinnen: Ökumenisches Netzwerk zum Schutz von Flüchtlingen, Arbeitskreis Interdisziplinäre Flüchtlingsarbeit, Arbeitskreis Asyl e.V., Bielefelder Flüchtlingsrat, Deutsches Rotes Kreuz, amnesty international.

Ort: Bielefeld, Haus der Kirche, Großer Saal, Markgrafenstraße 7

Dienstag, 09.09.08, 20:00

Banken, Börsen, Hypotheken: Über ein Jahr Finanzkrise und ihre Folgen - Vortrag und Diskussion mit Lucas Zeise


Die Konkurrenz um die Rendite treibt die Banken weltweit und auch in Deutschland dazu, die Risiken von Krediten über so genannte Verbriefungen auf Wertpapiermärkte auszulagern. Was ursprünglich die durchaus sinnvolle Funktion der Ausweitung der Kreditspielräume und der Risikostreuung hatte, verkommt zur Risikoverschleierung; die Resultate sind heute bei IKB, SachsenLB, BayernLB und WestLB, aber auch bei den führenden deutschen Privatbanken zu besichtigen.

Die Rückwirkung des internationalen Finanzmarktkapitalismus auf die Konjunktur ist offensichtlich. Kreditbremsen werden angezogen, Milliardenverluste nach unten durchgereicht. Der Beginn der Rezession in den USA ist inzwischen unbestritten. Auch hierzulande zeichnet sich das Ende des "Aufschwungs" ab.

Nach dem Debakel ertönt das Gejammer über die Versager von Finanzindustrie und Aufsichtsbehörden. Nachdem die Deregulierung jahrzehntelang als das Allheilmittel gegen die Sklerose des Systems gepriesen wurde, rufen nun ausgerechnet die Urheber der Krise nach dem Staat.

Was sind die Hintergründe für die Krise an den Finanzmärkten? Welche politischen Eingriffsmöglichkeiten gibt es überhaupt? Darüber diskutieren wir mit Lucas Zeise, renommierter Wirtschaftskolumnist der Financial Times Deutschland.
Mehr Infos: www.linkesforum-paderborn.de

Ort: Paderborn, Kulturwerkstatt, Cafeteria, Bahnhofstraße 64

Samstag, 13.09.08, 9:30

Globale Soziale Rechte– eine Perspektive für die Flüchtlingsunterstützung und die antirassistische Arbeit

„Globale Soziale Rechte“ – ist der Leitbegriff eines breiten Bündnisses von Initiativen, zu denen Attac, Greenpeace, IG-Metall, kein mensch ist illegal und medico international gehören. Zentrales Anliegen der vor einem Jahr entwickelten Plattform ist, „der Globalisierung des Kapitals, der Märkte und der Waren mit einer Globalisierung der Sozialen Rechte zu begegnen“.

Die Tagung wird versuchen, einige dieser verschiedenen Perspektiven zu verdeutlichen. Als Initiativen in Nordrhein-Westfalen, die sich für die Rechte von entrechteten Migranten einsetzen, wollen wir über die globalen Zusammenhänge und den praktischen Widerstand beraten. Deshalb laden wir zum Zuhören, Nachdenken, Diskutieren ein.

Mit Hagen Kopp (kein mensch ist illegal), Xiomara Corpeno („Chirla“, Menschenrechtsorganisation in Los Angeles), Reiner Schmidt (Interventio­nistische Linke), Achim Schwabe (Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland), Ingeborg Wick (Südwind), Werner Rätz (Attac), Knut Rauchfuss (Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum) u.a.
Anmeldung: Ulrike Pietsch, 02304 /755-325, Fax: 02304 /755-318
e-mail: u.pietsch@kircheundgesellschaft.de

Ort: Schwerte, Ev. Tagungsstätte Haus Villigst, Iserlohner Str. 25

Samstag, 13.09.08, 14:00

Demonstration: Gegen Rassismus und Abschiebung! Für eine unbegrenzte Bewegungsfreiheit!

Weil es immer wieder zu willkürlichen Verhaftungen von Asylsuchenden kommt und es immer Zeit ist, gegen die Verhältnisse des Abschiebeknastes zu demonstrieren, wollen wir entschlossen und kämpferisch gegen die Abschiebehaftanstalt in Eisenhüttenstadt demonstrieren. Im Jahre 2000 war das Europäische Komitee zur Verhütung von Folter (CPT) dort, um sich ein Bild über die Zustände zu machen und auch den Aussagen von dort inhaftierten Flüchtlingen nachzugehen, die über Folterungen berichteten. In der so genannten Beruhigungszelle gab und gibt es immer noch Fesselwerkzeuge und Fixierungsringe für Arm- und Beinknöchel, an denen Flüchtlinge mehrere Stunden gefesselt, bzw. fixiert werden. Das Land Brandenburg gab auf Anfrage offen zu, dass es solche Zustände dort gibt, zeigt sich aber nicht bereit sie zu ändern. Wir hoffen also auf zahlreiche Unterstützung, um gegen staatlichen Rassismus und Justizwillkür auf die Straße zu gehen.
Die Demo findet statt im Rahmen der Aktionswochen gegen rassistische Ausgrenzung und Abschiebung. Mehr Informationen: www.antira-eh.de.vu

Ort: Eisenhüttenstadt, Bahnhof

19.09. - 21.09.08

Aufruf zu Massenblockaden gegen den RassistInnenkongress

Vom 19. bis zum 21. September 2008 wollen RassistInnen und NeofaschistInnen aus ganz Europa in Köln einen so genannten „Anti-Islamisierungs-Kongress“ durchführen. Auf Einladung der selbsternannten „Bürgerbewegung pro Köln“ wollen bis zu 1000 Rechte verschiedenster Couleur (vom klassischen Neonazi bis hin zu Rechtskonservativen) unter dem Deckmantel einer vermeintlichen Islamkritik ihre Propaganda gegen Menschen anderer Herkunft und Religion verbreiten.

Für den Kongress im September haben sich unter anderem VertreterInnen extrem rechter Parteien aus Österreich (FPÖ), Belgien (Vlaams Belang), Italien (Lega Nord), den USA (Robert Taft Group), Großbritannien (British National Party), Spanien und Ungarn angesagt. Außerdem soll der international bekannte Vorsitzende der extrem rechten Front National (FN), Jean Marie Le Pen, anläßlich des Kongresses in Deutschland auftreten. Mit ihrem europaweiten Hetzkongress verfolgen die altgedienten NeofaschistInnen von „pro Köln“ zwei Ziele: Erstens soll die Zusammenarbeit extrem rechter Parteien aus ganz Europa ausgebaut werden. Zweitens will „pro Köln“ mit dieser Großveranstaltung den Wahlkampf für die NRW-Kommunalwahlen 2009 eröffnen.

Wir werden weder ein solches internationales rassistisches Treffen dulden, noch zulassen, dass „pro Köln/pro NRW“ im Kommunalwahlkampf ungestört ihre rassistische Propaganda betreiben kann. Daher rufen wir dazu auf, diesen Kongress zu verhindern!

Dies kann uns nur gelingen, wenn an diesen Tagen möglichst viele Menschen gemeinsam den Veranstaltungsort blockieren und den Rechten den Durchgang versperren. Bei aller Unterschiedlichkeit unserer politischen Ansichten verbindet uns dieses Ziel. Wir werden ihnen dabei unsere Entschlossenheit entgegensetzten und durch unsere Gemeinsamkeiten und Vielfalt unberechenbar sein. Mit dem Mittel des zivilen Ungehorsams werden wir „pro Köln“ und Gefolge in die Schranken weisen.

Beteiligt euch an Massenblockaden rund um den Kongressort!
Sie kommen nicht durch!
Mehr Infos: hingesetzt.mobi

Ort: Köln

09-2008
10-2008
11-2008
Regelmäßige Termine
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren